September 2007


Ein kurzes Update unserer heurigen Lese-Tätigkeit: Blauburger, Blauer Portugieser und der Großteil vom Veltliner gären schon in unserem Keller. Die Betonung liegt hier auf dem Wort „unserem“. Es handelt sich um jenen Kellerraum meiner Großeltern in meinem Eltern- und Großelternhaus, den ich 2005  für meine ersten Weinbau-Versuche adaptiert habe. Es waren damals 800 Liter Wein. Heuer werden es auf denselben 25 Quadratmetern gut 5.000 Liter sein. Ich überlege ob ich für einen Eintrag im Guinessbuch der Rekorde ansuchen soll: die höchste Menge produzierten Weines  pro Quadratmeter ;-)

Abgesehen davon also, dass wir im letzten Moment das Bauernhaus in Stetten doch nicht bekommen haben, läuft die Lese wirklich prächtig. Dank der vielen lieben Helfer haben wir den Großteil der heurigen Lese bereits eingebracht.

EIN DANKESCHÖN AN UNSERE VIELEN „LESER“ !!! Im Oktober gibt´s noch ein Festl für Euch !!!!

Das Lese-Finale findet am kommenden Samstag statt. Interessenten bitte bei mir melden  (Ihr dürft dann auch im Oktober auf´s Festl kommen!)

Endlich!

Endlich sind die ersten Trauben – Grüner Veltliner und Riesling für unseren Traubensaft – gelesen. Es ist immer ein angenehmes und beruhigendes Gefühl, wenn der erste Lesetag positiv zu Ende gegangen ist

Bevor die Hektik der Weinlese über uns hereinbricht möchte ich die Vernissage von Maria Kotvojs am 19. Oktober 2007 im Raiffeisen Kompetenz-Center in Korneuburg ankündigen.

Neben beeindruckenden Bildern und Fotografien gibt es lateinamerikanische Rythmen und Weinviertler Wein. Die Bögen spannen sich weit – geografisch, thematisch und auch „sinnlich“ (sehen, hören, fühlen, schmecken, riechen).

Wir freuen uns auf viele Besucher. Eine kurze Voranmeldung hilft uns bei der Planung ! (wein(at)seefranz.at)

Vernissage

Heute haben wir wirklich alle Weingärten be- und untersucht. Alle Werte in KMW (Klosterneubuger Mostwaage), in Klammer die Ergebnisse der Vorwoche.

Blauburger Hagenbrunn: 17,2 (16,5)

Riesling Stammersdorf: 15,0 (15,0) bzw. 17,0 (16,0);

Blauer Portugieser: 17,5 (17,0)

Grüner Veltliner (GV) Wien: 18,2 (17,0)

GV Enzersfeld: 16,5 (13,0 am 15. August)

GV Putzing: 18,5 (15,0 am 15. August)

Welche Schlüsse kann ich nun daraus ziehen !?!

Nur, dass man aus dem intensiven Regen der vergangenen Tage keine Auswirkungen auf die Mostgradation erkennen kann. In den meisten Weingärten ist der Zuckergehalt weiter gestiegen, in einem gleich geblieben, gefallen ist er nirgends.

Teilweise ist halt die Säure sehr verwässert worden und der Traubengesundheit war der viele Regen auch nicht zuträglich. Jetzt schaue ich mir noch die Wettervorhersage für die kommende Woche an und werde dann entscheiden was wann gelesen wird. Ich schätze, dass wir am Donnerstag starten werden und ab dann geht´s rund ! Freiwillige bitte melden !!! Entweder hier als Kommentar, oder per Email oder Handy (siehe Impressum). Die unglaublichste Begegnung des heutigen Tages: Sonnenschein! Wenn auch nur für 5 Minuten, aber auf Foto mit meinen beiden anderen Sonnenscheinen festgehalten :-) reifemessung_09_07_web.jpg

Es ist Sonntag Vormittag. Wir lesen heute unseren Blauen Portugieser in Wien. Die Trauben für den Traubensaft haben wir gestern Abend – nach der Lese – noch gepresst.

So habe ich mir das eigentlich vorgestellt. Leider hat es auch bei uns ziemlich geregnet, so ca. 140 mm von Mittwoch Nachmittag bis Freitag Abend und als Draufgabe heute Nacht noch einmal 5 mm. Das entspricht der durchschnittlichen Menge für August und September zusammen !!!!

Wir marschieren heute mal gemütlich unsere Weingärten ab (wenn wir nicht im Gatsch (Morast) steckenbleiben), schauen ob alles gesund geblieben ist und messen wie sehr der Regen den Saft der Trauben verdünnt hat.

Vor ein paar Wochen habe ich angekündigt, dass ich über „ein neues Projekt in den nächsten Tagen“ womöglich tolle Neuigkeiten berichten kann. Bis jetzt habe ich das nicht gemacht, weil es leider keine „Good News“ gibt.

Um was geht´s: Unsere ersten beiden Jahrgänge haben wir im Keller meines Elternhauses vinifiziert. Bei einer Hobby-Produktionsmenge von 800 Litern 2005 und einer semiprofessionellen Weinmenge von 1.800 Litern 2006 ging sich das auf den 25 Quadratmetern gerade noch aus. Für heuer rechnen wir aber doch mit deutlich mehr, weil wir ja immerhin 1,1 ha Weingarten bewirtschaften. Deshalb suchen wir seit mittlerweile einem Jahr nach einer Möglichkeit diese Mengen zu verarbeiten und auszubauen. Im Mai tat sich eine sensationelle Lösung auf. Wir waren drauf und dran in unmittelbarer Umgebung von Korneuburg einen Bauernhof pachten zu können. Großes Grundstück, zahlreiche Nebengebäude, Erdkeller – einfach optimal für unsere derzeitigen Anforderungen und leistbar war er auch ! Im Moment haben wir unseren Betrieb auf 7 (!) Standorte verteilt. Von einem zum anderen Ende fährt man mit dem Auto eine knappe halbe Stunde. Dort wäre alles auf einem Haufen, einfach optimal.

Klingt gut, ist es aber nicht. Wir sind dem Vermieter sehr entgegen gekommen und haben viele Zugeständnisse gemacht und jetzt kurz vor der Vertragsunterzeichnung gibt es einen neuen Mietpreis, um 10% über dem Bisherigen.

„Alter Schwede !“ kann ich da nur mehr sagen, 5 Tage vor dem Lesestart !

„Showdown“ ist in den nächsten Stunden/ Tagen. Was rausgekommen ist sag´ Euch dann gleich hier!

Schön langsam wird es ernst! Gestern haben wir wieder Reifemessungen durchgeführt:

Der Blauburger in Hagenbrunn hat 16,5 o KMW, der Riesling in Wien 15 o KMW bzw. 16 o  KMW der Veltliner in Stammersdorf 17 o KMW und auch der Blaue Portugieser hat bereits 17 o.

Insgesamt hat sich die Reife etwas verlangsamt, was uns ein bischen Druck wegnimmt. Ich habe daher mal einen groben Leseplan erstellt:

Kommendes Wochenende (8. und 9. September): Samstag wird für den Traubensaft gelesen und am Sonntag der Blaue Portugieser.

Das Wochenende um den 15. und 16. September die Grünen Veltliner ( 4 Weingärten) und der Blauburger und am Wochenende den 22. und 23. September dann alle Rieslinge (3 Weingärten).

So ist mal der grobe Fahrplan, dass kann sich natürlich noch ändern.

Für den Traubensaft sind wir eh schon ziemlich spät dran, der muss am Samstag unbedingt runter. Sonst entspricht die Reife meinen Erwartungen, dass wir heuer 2 bis 3 Wochen früher dran sind.

„Draussen“ ist somit alles im „grünen Bereich“. „Drinnen“ gestaltet sich die Sache etwas schwieriger. Mehr dazu gleich in der Rubrik „Weinkeller“!